Stationäre Operationen

Einige Erkrankungen und Beschwerden, wie die Entfernung von Blasentumoren, eine Spermienextraktion zur Befruchtung einer Eizelle und endoskopische Steinentfernungen behandeln wir nach ausführlichen Beratungsgesprächen durch stationäre Operationen.

 
 

Transurethrale Entfernung von Blasentumoren (TUR-B)

Wenn in der Blasenspiegelung ein Tumor festgestellt wurde, wird dieser transrethral behandelt und entfernt (TUR-B). Hierbei wird der Blasentumor über die Harnröhre mit Hilfe einer Elektroschlinge entfernt. Die TUR-B Methode behandelt einen oberflächlich wachsenden Harnblasentumor. Ziel der Behandlung ist es, alle noch kleinen Tumore in der Harnblase zu entfernen, um eine Ausbreitung  des Tumors zu vermeiden. Der Eingriff kann in Teil- oder Vollnarkose durchgeführt werden und dauert zwischen 20 und 60 Minuten.

 
 

Testikuläre Spermienextraktion (TESE)

Bei der testikulären Spermienextraktion, auch TESE genannt, werden dem Mann Spermien aus dem Hodengewebe entnommen, die für die Befruchtung einer Eizelle benutzt werden können. Die entnommenen Spermien können auch eingefroren (krykonserviert) werden und erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Befruchtung eingesetzt werden. Die TESE wird durchgeführt, wenn der Patient sehr wenige oder keine lebenden oder befruchtungsfähigen Spermien im Ejakulat hat. 

 
 

Transurethrale Behandlung von Harnröhrenengen (Urethrotomia interna)

Eine Harnröhrenenge (Harnröhrenstiktur) kann langfristig die Funktion der Harnblase und Nieren beeinträchtigen und wird in Form einer Schlitzung behandelt. Eine Abschwächung des Harnstrahls oder das Gefühl von unvollständiger Harnblasenentleerung gelten als Anzeichen für eine Harnröhrenstriktur.

 
 

Transurethrale Prostataresektion (TUR-P)

Bei dieser operativen Behandlung (TUR-P) wird erkranktes Gewebe aus der Prostata abgetragen. Bei dieser Operationstechnik gibt es keinen äußeren Schnitt durch die Harnröhre (Urethra).

 
 
 

Implantation von Penisimplantaten (AMS 700)

Bei erfolglosen Behandlungen der Erektionsstörungen (erektiler Dysfunktion) durch Pille und Injektionstherapien, kann die Koitus Fähigkeit mit Penisimplantaten wieder hergestellt werden.  Vor der operativen Behandlung klären wir alle weiteren Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen ab.

Video: Schematische Funktionsweise eines Penisimplantates

 
 
 

Endoskopische Steinentfernung aus Harnleiter und Blase (URS)

Harnsteine lassen sich – je nach Größe, Lage und Beschwerden – unterschiedlich und mit modernsten Techniken entfernen. Hierzu werden neben der körperlichen Untersuchung auch Urin- und Sonografieuntersuchungen durchgeführt. Anschließend werden weitere Behandlungsmethoden festgelegt. 

 
 
 

Vaso-Vasostomien (Refertilisierung des Mannes nach Vasektomie)

Nach einer Vasektomie (Sterilisation) ist es möglich, diese wieder rückgängig zu machen und so die Zeugungsfähigkeit wiederherzustellen (Refertilisierung). Hierbei werden die durchtrennten Samenleiter operativ wieder miteinander verbunden. Dieser Eingriff kann jedoch zu einer Verschlechterung der Befruchtungsfähigkeit der Spermien führen. Die Operation kann in Vollnarkose oder ambulant vorgenommen werden.

 
 

Varikozelenoperation (Varikozelensklerosierung)

Eine Varikozele (Krampfader) kann mit einer Fruchtbarkeitsstörung zusammenhängen. Diese Behandlung wird bei einem unerfüllten Kinderwunsch der künstlichen Befruchtung vorangestellt. Der Eingriff dauert etwa 30-45 Minuten.

 
 

Hodenentfernung (Hodenkarzinom)

Die Behandlung eines Hodentumors basiert auf dessen feingeweblicher Untersuchung sowie der folgenden Ausbreitungsdiagnostik. Im günstigsten Fall ist die aktive Therapie eines Hodentumors mit der initialen Operation (Hodenentfernung) beendet. Manchmal ist in der Folge eine Chemotherapie notwendig. Glücklicherweise ist ein Hodentumor fast immer gut therapierbar. 

Ultraschall Hodentumor 
Ultraschall Hodentumor
Ultraschall Duplex-Sonographie Hodentumor 
Ultraschall Duplex-Sonographie Hodentumor
 
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